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England calling: Auf #teampixel-Tour durch Englands Stadien

Seitdem ich 2014 bei den PES 2015 World Finals im Old Trafford von Manchester war, habe ich mir immer eines geschworen: Du musst hierhin zurückkehren und dir ein Spiel anschauen. Diesen Traum habe ich mir jetzt erfüllt – eingepackt habe ich dafür noch Markus, mit dem ich zuletzt auch bei den World Finals 2016 in Mailand war und das Pixel von Google, mit dem wir all unsere Schnappschüsse gemacht haben. Der Plan: England. 2 Tage. 4 Stadien. Fußball pur. Los geht’s!

Um das Maximale aus unserer #teampixel-Tour rauszuholen, machen wir uns dienstags in den frühen Morgenstunden zum Flughafen in Berlin auf und von dort aus geht es direkt nach Manchester. Ich mag den Charme britischer Großstädte aus der Luft: Schmale Häuser, roter Backstein und kleine Gärten – auch gewisser Retro-Hauch weht einem entgegen. Hallo, England!

Gelandet, Mietwagen schnappen, „Hallo Linksverkehr“ und unsere erste Station ist das Etihad Stadium. Gebaut für die Commonwealth-Games und jetzt die Heimat von Peps neuem Club Manchester City. Unser Guide, Dauerkarten-Besitzer und Citizen durch und durch nimmt uns mit hinein. An Club-Legende Colin Bell vorbei geht es ins Innere und da ist es wieder: Dieses magische Gefühl, das leere Fußballstadien in mir auslösen. Mich fasziniert es jedes Mal aufs Neue, wenn ich in einem Stadion stehe und alles ruhig ist, obwohl an Spieltagen hier Zehntausende Menschen Platz finden und ihr Team zum Sieg brüllen wollen. Hach…

Expertenwissen zwischendurch: Streng genommen ist Manchester City der einzige Premier-League-Club der aus Manchester kommt. Stadtrivale Manchester United spielt nämlich in Trafford, Greater Manchester. Trotz Millionen aus den Emiraten nimmt man es mit solchen Details der eigenen Geschichte ganz genau. Noch ein Besuch in der Umkleide und kurz da Platz nehmen, wo sonst Kevin De Bruyne seine Fußballschuhe schnürt. Da der reguläre Spielertunnel gerade saniert wird, geht es danach einen langen Gang hinunter und rein ins Stadion. Was hier schnell deutlich wird: Nicht umsonst gelten die Engländer als die Meister unter den Greenkeepern und so erwartet uns ein wahrhafter Teppich, in den übrigens 20 Millionen Kunstrasenfasern eingearbeitet sind, um auch Rugby-Partien zu überleben. Man kann wirklich gerade so das Verlangen unterdrücken, auf den Rasen zu stürmen, um ein paar Bälle zu kicken. Es geht den Unterrang hinauf und dann war es das – es geht weiter. Diesmal mit vollem Stadion und Gott: Old Trafford und Zlatan Ibrahimovic steht in der Startelf.

In den 90 Minuten, die auf den Anpfiff folgen, schaue ich mehr im Stadion herum, als auf das Spielfeld. Das hat zwei einfache Gründe: Zum einen ist Old Trafford einfach ein fantastisches Stadion. 75.643 Zuschauer, ein respektabler Auswärtsblock und steile Tribünen – zum anderen ist das Spiel gegen Everton furchtbar. Everton geht durch ein kurioses Tor in Führung und danach wollen die Blues nichts mehr zum Spiel beitragen und die Red Devils können es nur ganz selten. Ein zu unrecht abgepfiffenes Kopfballtor später, blieb es dann jenem Ibrahimovic vorbehalten, in der Nachspielzeit per Elfmeter das 1:1 zu erzielen. Noch ein paar Schnappschüsse im bereits nach 15 Minuten komplett leeren Stadion und dann ist der erste Tag Geschichte.

Am Mittwoch wache ich dann mit riesiger Vorfreude auf. Denn unsere nächste Station heißt Liverpool. Also rein ins Auto, rauf auf den Highway, Linksverkehr meistern und ab in die Stadt, die neben den Beatles auch zwei tolle Fußballvereine hervorgebracht hat. Den Anfang macht der Everton FC und alle Fußballromantiker kommen hier voll auf ihre Kosten. Der Goodison Park ist fantastisch: Rauer, ehrlicher Beton, einfacher PVC-Boden in den Katakomben und tolle, alte Tribünen.

Das Stadion der Blues ist das Gegenteil einer modernen Fußballarena und genau das macht es aus. Die ältere Dame, die uns herumführt erzählt uns mit vor Stolz geschwellter Brust, dass man in Everton immer Fußball-Pionier war:

  • Das erste Team, das jemals englischer Meister wurde.
  • Die erste englische Mannschaft, die in fünf aufeinanderfolgenden Jahren im Europapokal spielte.
  • Das erste reine Fußballstadion (1892).
  • Das erste Stadion mit Rasenheizung.
  • Das erste Stadion mit 2 Rängen an allen Seiten.
  • Das erste Stadion mit Leinwänden.
  • … das könnte hier jetzt fast ewig so weitergehen.

Irgendwann geht aber auch unser Besuch vorbei und ein bisschen habe ich mich in die Toffees verliebt.

Es folgt: Das Highlight unserer Tour. Nur wenige Hundert Meter vom Goodison Park entfernt ist die Anfield Road. Und wie bei den Blues liegt auch die Heimat der Reds mitten in einem Wohngebiet. Wir laufen also in Richtung Stadion und langsam baut sich Anfield vor uns auf. In dem Moment wird dann auch schnell klar: Hier ist alles etwas Größer als im Norden. Der Liverpool FC hat den Nachbarn sportlich und wirtschaftlich deutlich überholt.

Karten an der Hinterlegungskasse abholen und rein geht’s. WOW! Das erste Mal in Anfield. Was für ein unfassbares Stadion. Was mich am meisten begeistert: Die Nähe. Wenn man sich ordentlich benimmt, lassen einen die Ordner vor und nach dem Spiel bis auf einen Meter an die Seitenlinie heran und nach der Halbzeitpause habe ich mich für einige Minuten direkt hinter die Bank von Jürgen Klopp gesetzt, 30 Zentimeter hinter der zweiten Reihe an Auswechselspielern – leider nur bis der tatsächliche Dauerkartenbesitzer aus der Halbzeitpause zurückkehrte.

Egal, wir haben auch so großartige Karten und sehen ein spannendes Spiel. Ein katastrophaler Rückpass nutzt Bournemouth zur Führung, die Reds drehen mit einem Kraftakt das Spiel und dann fällt kurz vor Schluss doch noch der Ausgleich. Jürgen Klopp ist angefressen, wollte unbedingt den Sieg und ich ordne meine Eindrücke. Das echte „You’ll Never Walk Alone“, die Gesänge, diese Fußballbegeisterung… das ist alles echt und fühlt sich so an, wie ich mir das immer erhofft hatte. Jetzt bin ich also mal da gewesen. Wahnsinn.

Irgendwann komme ich wieder, Anfield. Und irgendwann gibt es hoffentlich Teil 2 dieser großartigen #teampixel-Tour.

Alle Bilder unserer Tour findet ihr auf den Instagram-Accounts von @Marvin_Ronsdorf, @hermsfarm, @keineck und @falscheneun_net. Unter dem Hashtag #teampixel ziehen übrigens auch andere fotobegeisterte Menschen los – schaut mal rein.

Neben allen Schnappschüssen haben wir übrigens mit dem Pixel auch eine Mini-Doku gedreht:

– DIESER ARTIKEL IST IN ZUSAMMENARBEIT MIT GOOGLE ENTSTANDEN –
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Autor

Ich bin 25 Jahre alt und begleite die Entwicklung von Pro Evolution Soccer seit 2006 als Chefredakteur von prorevo - früher auch unter dem Nickname 'mrbasket'. Mit dem prorevoBlog liefern wir euch alles Wissenswerte rund um Pro Evolution Soccer. Egal ob News, Screenshots oder Trailer. Hier seid ihr richtig. Natürlich fahren wir für euch auch zu den wichtigsten Events wie (DM, World Finals, etc.) und berichten ausführlich. - Mich persönlich findet ihr auch auf Twitter!

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