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PES-Expertenwissen #2: Spieler-Attribute

Vor kurzem haben wir hier auf prorevo unsere Serie Expertenwissen mit dem ersten Teil gestartet. Dabei ging es grundlegend darum, wie sich die Gesamtwertung zusammensetzt. Heute geht es weiter: Diesmal mit den verschiedenen Attributen, die ein Spieler in Pro Evolution Soccer haben kann, deren Auswirkungen und einer entsprechenden Analyse.

Attribut Auswirkung Analyse
Sturm Je höher der Wert, desto besser kann der Spieler Tacklings und physischem Druck eines Verteidigers standhalten. Außerdem beeinflußt dieser Wert seine Bewegungen in der Offensive und inwieweit er in eine Lücke startet und sich vom Verteidiger löst. Spieler wie C. Ronaldo, Messi oder Falcao bringen durch diesen Wert jede Verteidigung ins Schwitzen. Sie sind schwerer zu stoppen und lauern immer auf den offensiven Ball.
Verteidigung Je höher der Wert, desto besser bewegt sich der Verteidiger in der Defensive. Außerdem bewirkt ein hoher Wert präzisere und schnellere Tacklings und Grätschen des Spielers. Für Verteidiger natürlich ein wichtiger Wert, besonders gegen eine Sturm-Starke Offensive des Gegners. Dennoch ist dieser Wert auch wichtig für Keeper, Außenverteidiger und defensive Mittelfeldspieler.
Balance Beschreibt die Standfestigkeit des Spielers. Es ermöglicht Spielern physischen Druck auf den Gegenspieler auszuüben und dabei vor allem in Zweikampfsituationen länger auf den Beinen zu bleiben. Dieser Wert ist für alle Spieler von Vorteil, jedoch besonders für Verteidiger. Ist der Verteidigungswert nicht so hoch, nutzen sie ihre Balance um den Gegner vom Ball zu trennen.
Stürmer wie Gomis können mit einem guten Mix aus Balance und Schnelligkeit schnell zur Gefahr werden.
Ausdauer Von dem Wert hängt ab, wie schnell ein Spieler ermüdet und seine Kondition sinkt.
Fällt die Kondition unter 50% beginnt ein Spieler in den Bereichen Schnelligkeit, Explosivkraft und Sprungkraft abzubauen.
Der Zähigkeitswert (s.u.) bestimmt, wie stark die Leistung durch niedrige Kondition beeinträchtigt wird.
Je höher – desto länger hat man von einem Spieler. Bis auf Torhüter ist dieser Wert wichtig für alle Spieler auf dem Platz, besonders für die Laufintensiven Positionen wie auf dem Flügel und in der Verteidigung.
Schnelligkeit Dieser Wert legt die Höchstgeschwindigkeit eines Spielers ohne Ball fest. Sobald er den Ball am Fuß hat, kommen noch andere Attribute ins Spiel. Van der Mirch, Mphela – wir alle kennen diese Spieler mit hoher Schnelligkeit. Sie ist eines der entscheidensten Attribute, da sie dem Spieler einen (manchmal zu großen) Vorsprung geben.
Schnelle Verteidiger gibt es nur wenige, ein Tipp von mir: Perea (Kolumbien) hat eine Schnelligkeit von 95 und holt nahezu jeden Gegner ein.
Explosivkraft Die Explosivkraft (ehem. Beschleunigung) wirkt sich auf den Spieler mit und ohne Ball aus und verringert den Tempoverlust bei Richtungswechseln. Spieler mit hoher Explosivkraft (Messi, Robinho, Lennon) sind sehr gut darin, Gegner durch plötzliche Richtungs- und Tempowechsel zu verladen.
Spieler mit normaler Beschleunigung (~80) sind am schnellsten, wenn sie geradlinig laufen. Richtungswechsel sind für sie schwieriger.
Reaktion Dieser Wert ist maßgeblich für die Zeit, die ein Spieler braucht, um auf Pässe, freie Bälle (nach Abpraller) oder spontanen Schussmöglichkeiten zu reagieren.
Für Keeper ist dies einer der Schlüsselwerte.
Die besten Keeper (z.B. Buffon, Casillas) haben Reaktionswerte jenseits der 95. Gute Innenverteidiger (z.B. Thiago Silva) reagieren auf gegnerische Angriffe und Pässe viel schneller und ersticken sie somit öfter im Keim. Und für Angreifer, wie z.B. Cavani oder Chicharito ist ein hoher Wert ein Torjägerkriterium.
Dribbelstärke Spieler mit hoher Dribbelstärke bewegen sich mit dem Ball am Fuß deutlich geschickter, indem sie den Ball viel öfter am Fuß haben und dadurch auch für die Verteidiger schwieriger davon zu trennen sind.
Im Sprint legt sich ein Dribbelstarker Spieler den Ball nicht so weit vor.
Der Wert ist wichtig im 1-on-1. Spieler wie Messi, die zudem noch enorm schnell und wendig sind, gehen so schneller an einem vorbei, als einem das lieb ist. Spieler wie Andres D’Alessandro dagegen sind einfacher zu verteidigen, können mit dem Ball aber ebenso sagenhaft umgeen.
Dribbelspeed Dieser Wert legt fest, wie schnell ein Spieler mit dem Ball am Fuß ist. Spieler wie z.B. Messi haben „nur“ eine 82 bei Schnelligkeit, haben sie jedoch einmal den Ball sind sie kaum mehr einzuholen. Die Verteidiger müssen stets hellwach sein und möglichst vor dem Gegner verteidigen – ist dieser einmal vorbei, wird es brenzlig.
Langpass-/
Kurzpass-
genauigkeit
Bestimmt, wie präzise der Spieler hohe/flache Pässe spielt Vor allem die berüchtigten Pässe aus der Drehung sind mit präzisen Spielern erfolgs-
versprechender.
Spieler wie Xavi befördern den Ball somit problemlos zum Mitspieler.
Langpass-/
Kurzpass-
speed
Bestimmt die Geschwindigkeit, mit der hohe/flache Pässe gespielt werden. Die Geschwindigkeit ist bei Pässen immer ein wichtiges Kriterium, jedoch müssen stramm geschossene Bälle auch verarbeitet werden können, da diese technisch schwieriger anzunehmen sind.
Schuss-
genauigkeit
Bestimmt die Zielgenauigkeit eines Torschusses, abhängig von der Position des Spielers zum Ball. Messi trifft mit seiner 99 einfach genau dorthin, wo er will. Dieser Wert ist jedoch auch wichtig für knappe Situationen, wenn z.B. der Stürmer von einem oder mehreren Verteidigern bedrängt wird und trotzdem zum Torabschluss kommt.
Schusskraft Je höher die Schusskraft, desto fester kann der Spieler den Ball auf das gegnerische Tor bringen oder als Verteidiger den Ball beim Befreiungsschlag weiter in die gegnerische Hälfte. Schussgenauigkeit – oder Kraft. Nur wenige Spieler haben beides. Kraft kann Präzision wegmachen, führt aber manchmal zu Tribünenschüssen. Für Schüsse aus der 2. Reihe und Standardsituationen ist die Schusskraft enorm wichtig.
Verteidiger mit hoher Schusskraft können Bälle weiter aus der Gefahrenzone befördern.
Standard-
situationen
Seit PES 2012 wurde aus „Freistoßgenauigkeit“ der allgemeine Begriff „Standardsituationen“. Je höher der wert, desto präziser sind Freistöße und Eckbälle des Spielers. Dieses Attribut alleine macht noch keinen Juninho – Effet und Schusskraft gehören mit dazu. Außerdem ist dieser Wert maßgeblich für die PES-Bewertung zum Ausführen von Ecken und Freistößen.
Effet Dieser Wert bestimmt, wie stark ein Spieler den Ball anschneiden kann. Dieser Wert ist enorm wichtig für Freistöße und Eckbälle, jedoch ebenfalls für Flanken und Schlenzer. Das Paradebeispiel an Effet ist nach wie vor David Beckham mit einer 98.
Kopfball-
genauigkeit
Bestimmt, wie präzise der Spieler mit dem Kopf den Ball passen und schießen kann. Wichtige Eigenschaft für Stürmer, jedoch auch für Verteidiger, die bei eigener Ecke mit aufrücken.
Sprungkraft Legt fest, wie hoch ein Spieler springen kann. Für große Spieler ist dies nicht ganz so wichtig, kann jedoch bei Kopfballduellen über Sieg oder Niederlage entscheiden. Kleinere Spieler können durch eine hohe Sprungkraft den körperlichen Nachteil ausgleichen.
Ballkontrolle Die Ballkontrolle eines Spielers bestimmt hauptsächlich, wie kontrolliert dieser den Ball annehmen und weiterverarbeiten kann. Außerdem kommt sie zum Tragen, wenn er Direktpäse oder bestimmte Tricks ausführt. Außerdem gelingen Lupfer mit technisch versierten Kickern deutlich besser. Das Tiki-Taka von Barcelona gelingt besonders durch die hohen Technikwerte der Akteure Xavi, Cesc Fabregas, Iniesta und Messi. Diese verarbeiten den Ball so schnell und präzise, dass der Gegner meistens hinterherschaut.
Schlechtere Spieler müss(t)en den Ball zunächst annehmen, um ihn ähnlich präzise weiterzuspielen.
Zähigkeit Salopp übersetzt bezeichnet die Zähigkeit die Einsatzfreude des Spielers. Ein Kicker mit guter Zähigkeit gibt immer alles für sein Team und rennt selbst dann noch, wenn seine Ausdauer am Ende ist. Das beste Beispiel war Gattuso, der immer mit vollem Einsatz im Spiel dabei war. Heute haben Puyol und Terry die höchsten Werte, aber auch Gerrard und Casillas liegen noch über 90. Der Wert wird meistens unterschätzt, kann aber in engen Partien das Zünglein an der Waage sein.
Teamwork Das komplexeste Spielerattribut. Der Teamworkwert eines Spielers bemisst die Qualität des Zusammenspiels mit seinen Kameraden. Der für die meisten wohl unwichtigste Wert, dabei hat dieser Wert einen größeren Einfluß, als man denkt. Es legt quasi fest, wie gut das Team als Einheit funktioniert und die Spieler auf dem Platz harmonieren. Es beeinflußt das Pass- und Stellungsspiel der Spieler und bewirkt, dass sich die Mitspieler im passenden Moment anbieten und freilaufen.
Torwart-
fähigkeit
Nur für Torhüter von Bedetung. Wie der Name vermuten lässt, bemisst der Wert die Kompetenz des Mannes zwischen den Pfosten bei der Abwehr von Schüssen. Ein Keeper braucht gute Reflexe – jedoch ist dieser Wert hier ausschlaggebend für die „Prallerquote“. Ein Topkeeper hält auch mal einen härteren Ball fest, während z.B. Al Habsi zwar den Ball durch seine enormen Reflexe erreicht, diesen aber nur abprallen lässt.
Sturm/
Verteidigung
Dieser Wert beeinflusst den Aktionsraum der Spieler in der Offensive/Defensive Stürmer mit einer 3 bei Verteidigung lassen sich häufiger zurückfallen, während Verteidiger mit einer 3 bei Sturm sich öfters offensiv einschalten.
Tagesform Der Wert ist der Indikator dafür, wie der Konditionspfeil (Rot, Orange, Grün, Blau, Lila) eines Spielers bei zufälligen Formwerten aussieht.
In der ML Offline gibt er an, wie lange ein Spieler eine gute Form konservieren kann.
Spieler mit Kondition 8 sind enorm wichtig, da sie ihre Leistung immer abrufen können und selten ausfallen. Spieler mit Tagesform 2 oder 3 fallen häufiger aus und sind nur selten ein Gewinn für das Team.
Gen. / Häuf.
schwacher Fuß
Je höher diese Werte, desto besser und häufiger schießt ein Spieler mit seinem schwachen Fuß. Ein beidfüßiger Mittelfeldspieler wie z.B. Plasil kann den Ball mit beiden Füßen perfekt weiterspielen und ist somit ein wertvoller Bestandteil im Spielaufbau.
Bei niedrigen Werten wird der Spieler trotz schlechter Stellung zum Ball eher den stärkeren Fuß nehmen. Der „Rabona“ beim Torschuss ist nur mit Werten unter 4 möglich, wie z.B. Michel Bastos oder Silva
Verletzungs-
anfälligkeit
Man unterscheidet 3 Stufen:
A, B und C. Ein „A“-Spieler verletzt sich deutlich seltener, als ein C-Spieler.
Seit PES 2013 wurde die Skala auf 1-3 angepasst, wobei „1“ die robusten Spieler sind.
„MiMiMi“ – immer diese Mimosen auf dem Feld. Techniker durch und durch und beim ersten Körperkontakt krümmen sie sich auf dem Boden – so wie auch in PES. Der Vorteil der virtuellen Kicker ist dabei, dass die Frisur selten durcheinandergerät.

 

In den kommenden Wochen nehmen wir noch die Spezialfähigkeiten und die Auswirkungen der Formpfeile auf die Werte der Spieler unter die Lupe!

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Autor

Ich bin der Harry, seit Jahren in der PES-Szene als Zeus bekannt. Lange Zeit erfolgreicher Manager der PSO, dazu begeisterter Anhänger der PES Premier League. Ich bin Taktikfuchs, Datenbankfreak und kontere mich durchs Spiel. Auf ProRevo dürft ihr mich gerne alles Fragen, was mit dem Spiel, Taktik, Spielern o.Ä. zu tun hat.

13 Kommentare

  1. Dongo 19. April 2013 um 17:58

    sehr schöne übersicht zu den einzelnen bereichen. was mich noch zusätzlich interessieren würde, sobald ein Spieler angeschlagen oder verletzt ist, in welchem maße verringert sich dabei die leistung des spieler oder seine zahlen. gibt es da einen bestimmten wert nachdem man gehen kann?

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    • Zeus 20. April 2013 um 00:45

      Wir sind ja erst bei Teil 2, immer mit der Ruhe! 😉

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  2. hiho 19. April 2013 um 22:29

    Top Artikel! Sowas brauchen Wir auf Dauer immer mehr! Taktik in allen Einzelheiten! Besonders für das kommende PES 14 bitte!

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  3. eplix 20. April 2013 um 10:09

    solche erklärungen sind schon lange überfällig. eine wirklich tolle sache das ihr euch solch eine mühe macht.
    auf welche quellen beruft ihr euch eigentlich?

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  4. Petro 20. April 2013 um 16:03

    Guter Artikel, wäre aber zum Start des Spiels optimal gewesen, das so genau und detailliert zu wissen. Nur das mit der Tagesform ist mir immer ein Rätsel. In der MLO haben bei mir Spieler mit Tagesform 4 oft sogar länger und öfter gute Form als welche mit TF 7 oder 8. Eto z.B. hat oft Tage lang keine gute oder nur normale Form.

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  5. Gray Fox 30. April 2013 um 21:50

    Also ich finde es supper das es so etwas gibt ich suche schon eine ganze weile im netzt nach so etwas. Aber man findet zu wenig ,,, ich dachte immer der gesammt wert wäre der wert wie gut der auf der position spielt also freilaufen usw ,,, finde ich echt klasse den artikel ,,,, aber was auch wichtig ist sind die spezialfähigkeiten ,,,, zb glücksbringer weil in dem spiel ist es sehr schwammig geschrieben was es bewirkt oder klassische 10 was genau bewirkt es ,,sind es nur die eigenen ballannhamen oder nur bessere pässe ,,, so etwas muss man als pes vernatiker wissen ,,,wenn man auch mal mit FCB Jonathan spielen will lieben gruß da lass

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  6. Imi 3. Juni 2013 um 23:08

    Sehr guter Artikel. Ich würde gerne wissen, wann ein Artikel über die Spezialfähigkeiten kommt. Ich warte schon seit paar Wochen. 😀

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  7. Gray Fox 5. Juni 2013 um 12:17

    ich warte auch schon auf den artikel ich schaue hier jeden tag vorbei wann er endlich kommt =)

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    • Imi 6. Juni 2013 um 09:24

      Ich genau so 🙂

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  8. Gray Fox 15. Juni 2013 um 16:00

    ich gebs auf der artikel kommt wohl nicht mehr

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  9. Imi 18. Juni 2013 um 21:32

    Die sind gerade bestimmt mit PES 2014 beschäftigt

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