PES2010: Ein erstes Fazit von prorevo


Der erste Tag der gamescom 2009 in Köln liegt nun hinter uns und der zweite ist schon in vollem Gange. Zeit für uns, unser erstes Fazit zu ziehen. Doch zuvor wollen wir euch noch ein paar unserer Beobachtungen mitteilen…

  • Die Sandsäcke in den Toren sind verschwunden und das Netz zappelt bei Toren wieder natürlich.
  • Die Trikots sind wesentlich detaillierter als zuvor.
  • Durchrennen auf dem Flügel selbst mit Spielern wie Messi nicht mehr möglich
  • Sehr senible Off-Ball-Control. Man kann den Spielern flüssig steuern. Das ermöglicht es, sehr viel genauer freie Räume zuzustellen oder Pässe abzufangen.
  • Langsamer als PES2009. Insgesamt eine realistischerere Geschwindigkeit. Endlich stimmt wieder die Zeit, die man braucht um von einem Ende des Platzes bis zum nächsten zu sprinten.
  • Überarbeitetete Körperphysik. Spielerbewegungen wirken schwerfälliger aber dadurch realistischer.
  • Langsamerere Umsetzung der Steuerbefehle. Alles ist in PES2010 etwas langsamer als in den Vorgängern. Besonders macht sich dies bei Richtungsänderungen oder Pässen bemerkbar. Aber wir finden das großartig. Es ist zwar gewöhnungsbedürftig und im ersten Moment gelingt vieles nicht so, wie man es sonst kennt, aber es ist viel realistischer. Denn wer macht schon im Sprint mal eben eine 180°-Drehung? Sowas ist nicht mehr möglich und einfach durchlaufen endet vor allem in Kombination mit der Sprinttaste bei den meisten Spielern im Ballverlust.
  • Distanzschüsse fliegen anders als bisher. Das war eines der Sorgenkinder der letzten Jahre. Viel zu leicht konnten Tore in den letzten PES-Versionen durch Distanzschüsse erzielt werden. Das hat ein Ende. Mit natürlichen Flugbahnen, Effet und der richtiger Geschwindigkeit sind die Schüsse endlich wieder authentisch.
  • Die Bewegungen sind besser, aber nicht perfekt. Noch ein Sorgenkind. Viel zu oft wirkten Laufanimationen roboterhaft und monoton. Taklings und Kopfbälle sahen immer gleich aus. Das ist zumindestens teilweise vorbei. Mehr als 300 neue Animationen (diese Zahl wurde von Seabass auf der Pressekonferenz genannt) wurden eingebaut. Das bemerkt man sofort. Viel mehr variable Bewegungen geben jeder Aktion eine individuelle Note. Viele davon sehen richtig klasse aus. Allerdings muss man auch sagen, dass die Laufanimationen immer noch gewöhnungsbedürftig sind und die ganz große Vielfalt auf die Torwartanimationen nicht entfällt.
  • Die Torhüter sind definitiv besser, aber sie sind keine Titanen. Und damit willkommen zum dritten und vorerst letzten Sorgenkind. Die Torhüter waren immer für manch Bock zu haben und auch in PES2010 ist das nicht ganz vorbei. Zwar wird hier nicht mehr jeder Ball abprallen gelassen, aber es fällt auf, dass auch kaum noch was festgehalten wird. Viel wird mit den Fäusten gearbeitet und viele Bälle werden zu den Seiten abgewehrt. Dies ist schonmal ein beachtlicher Fortschritt, weil die Bälle den Stürmern nicht mehr so vor die Füße fallen. Allerdings ist KONAMI auch nicht ins Gegenteil umgeschlagen und die Keeper halten nun jeden Ball. Wir sagen: Eine gesunde Mischung und durchaus realistisch. Aber von komischen Aktionen verschonen die Torhüter uns auch diesmal nicht.
  • Die Schiedsrichter sind nicht das Wahre. Dies ist unser größter Kritikpunkt bisher. KONAMI muss die Schiedsrichter definitiv noch einmal überarbeiten. Die Vorteilsregel wurde quasi komplett abgeschafft, da jedes Foul geahndet wird und damit das Spiel unterbricht. Bei seitlichem Einsteigen sieht man schnell mal die rote Karte und auf der anderen Seite werden viele eindeutige Fouls nicht gepfiffen. Da wartet noch Arbeit.
  • Die Fans sehen toll aus. Endlich erstrahlt die ganze Tribüne in 3D. Vor allem die Einlaufszenen und Kameraperspektiven, wo viel vom Stadion zu sehen ist, machen einfach einen tollen Eindruck.


Nun kommen wir zum versprochenen Fazit:

PES2010 ist definitiv ein großer Schritt in die richtige Richtung. Die Grafik ist wirklich beeindruckend und kann mit FIFA wieder mithalten. Das Spiel ist in vielen Punkten eindeutig dem Original auf dem grünen Rasen ein Stück näher gerückt. Das irritiert eingefleischte PES-Fans vielleicht im ersten Augenblick etwas, aber die neue Herausforderung sollte man annehmen und mit etwas Übung lässt sich PES so gut spielen, wie lange nicht mehr. Auch wenn man hier und da noch etwas verbessern könnte (dabei sollte man bedenken, dass wir “nur” eine 80% Version des Spiels hatten), im Großen und Ganzen macht das Spiel aber einen sehr guten Eindruck. Wir sind defintitiv gespannt, wie die finale Version von PES2010 sein wird.

Anmerkung: Im Moment arbeiten wir noch an einer eigenen Screenshot-Serie, die wir erstellen, um unsere Eindrücke, euch so weitergeben zu können. Denn Bilder sprechen manchmal mehr als tausend Worte.



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Kommentare sind aktuell geschlossen.

14 Kommentare zum Artikel “PES2010: Ein erstes Fazit von prorevo”

  1. Ingo sagt:

    Das hört sich schön und gut an aber hat Konami sich schon zu den Online Modus geäußert?
    Das wäre mir ämlich wichtiger als das gameplay usw. zu verbessern ;)

  2. AiRSTRiKE sagt:

    Gibt es die Möglichkeit auch nur ein Elfmeterschießen zu spielen?
    Gibt es irgendwelche Infos zum Onlinemodus?

    • SG Eintracht sagt:

      @ AiRSTRiKE:
      Beides aktuell nein.

      Wobei das mit dem Elfmeterschießen im finalen Spiel durchaus enthalten sein könnte. Aber in der Demo hier gehen nur Freundschaftsspiele.

  3. Da Bin ich Ingos meinung wie sieht es da aus.Wurde da schon zu was gesagt???

  4. Karvenh sagt:

    Wie jedes Jahr würde ich mal sagen.
    Vorher heißt es, dass quasi alles überarbeitet wird und im Endeffekt tut sich nicht viel.

  5. bronco sagt:

    ich habe “gehört” also in einem forum gelesen das dass auf der gamescom nicht die 80% version ist weil das irgendwie durch die usk musste oder so und die anderen pes seiten haben irgendwie erst vor 2 wochen die 80% version bekommen

  6. Micha sagt:

    Wird eure Kritik ( Schiri, Torhüter ) entsprechen weitergeleitet und ankommen? Also bei Seabass oder Konami?

  7. SG Eintracht sagt:

    Da musst du Konami schon selbst fragen. :D

  8. duschkopf sagt:

    Wieso ist denn großartig, wenn es bei der Steuerung eine Verzögerung gibt? Bedeutet das, daß ich nach dem drücken der Pass Taste auf den Pass warten muss?

  9. SG Eintracht sagt:

    In der anspielbaren Version gab es zwei Arten von Verzögerungen.
    1) Die realistische Verzögerung. Bevor z.B. der Pass gespielt wird muss erstmal der Fuß zum Ball kommen. Bei PES2009 konnte man des öfteren beobachten dass das Bein viel zu schnell nach vorne gezogen wurde. Auch sind plötzliche Richtungswechsel aus vollem Lauf nicht mehr möglich.

    2) Die ungewollte Verzögerung. Die Befehle des Spielers wurden erst nach einer kleinen Verzögerung umgesetzt. Hierbei muss man aber bedenken, dass es sich dabei um eine alte Version handelte. Als wir diesen Artikel geschrieben haben, waren wir bereits darüber informiert dass diese Verzögerung im aktuellsten Code entfernt wurde. ;)

  10. duschkopf sagt:

    Aha!
    Danke für die ausführliche (und beruhigende) Antwort!!

  11. ssaa sagt:

    wird sich auch bei der ps2 etwas ändern?

  12. Sugar Bob sagt:

    Das Hört sich doch mal richtig gut an!!!
    Nun sollte nur noch Konami vom PROEVO-Team die KRITIK-PUNKTE gesagt bekommen, die man bei der Gamescom im Gameplay entdeckt hat. Wenn Konami noch diese Feinheiten wie Schieri, Torhütert und etc. den von euch aufgeführten KRITIK-PUNKTEN bis zum release verbessern kann wird das die Bombe der Fussballsimulation 2010!!! Lasst uns hoffen und beten… ;-)

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